VerständigungsManagement als Methode

VerständigungsManagement zielt in der Geschäftswelt wie auch im privaten Bereich zunächst darauf, die eigene Rolle sowie Motiv- und Interessenlage in einer konkreten Situation zu verstehen. Diese Selbstklärung bildet zusammen mit der jeweils aktuellen Faktenlage die Basis jedes Verständigungs-prozesses. Als Wahrheit der Situation hat sie Auswirkungen auf die eigene Rollendefinition, auf die Auswahl der Gesprächspartner, die Themen und die Zielsetzung.

Systematische Simulation
In der Vorbereitung auf eine gelungene Verständigung richtet sich der Fokus des VerständigungsManagements auf die systematische und differenzierte Definition des nach außen vertretenen Standpunkts bis hin zur Simulation eines Gesprächs. Dabei wird der Verständigungsprozess mit einem Gegenüber trainiert, ohne jedoch das Erreichen des Verständigungsziels garantieren zu können, da zur Verständigung immer mindestens zwei gehören. Denn: Verständigung muss man wollen. Und zwar von beiden Seiten.

Improvisation in der konkreten Realisierung
Der Verständigungsprozess selbst ist das Herzstück des VerständigungsManagements. Er kann im Seminar oder im Coaching immer nur die Generalprobe für den Ernstfall sein. In der konkreten Umsetzung entspringt er letztlich immer der Improvisation des Augenblicks. So ist Verständigungs-Management als die systematische Annäherung an ein Ziel zu verstehen, dessen Erreichen mit Hilfe des Verständigungs-Würfels im Vorfeld unterstützt und geübt wird. Es handelt sich um eine Methode, die sich die kommunikationspsycho-logischen Ansätze von Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun und Dr. Christoph Thomann zunutze macht und diese zu einem kompakten Modell weiterentwickelt.

Dr. Daniela Dujmić-Erbe